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Artischocken (sizilianisch)

Veröffentlicht von Peter Struhlik (struhlik) am 14.05.2014
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Man nehme sechs Artischocken. Übrigens, je kleiner, desto zarter und weniger störend sind die Blütenhaare. Die großen, grünen will in Italien kein Mensch. Am besten ist die kleine rötliche Sorte.

Säubern:
Beherzt mindestens ein Drittel der Spitze abschneiden. Es müssen dabei die Blütenhaare gerade sichtbar werden. Die Artischocke dann drehen und außen beginnend, die Blätter an der Spitze anfassen und abbrechen, nicht reißen. Die ersten brechen ganz ab, je näher man an den Boden kommt, umso mehr brechen nur noch die Spitzen der Blätter ab, der zarte untere Teil verbleibt dann am Blütenboden. Den Stil auf 3 cm einkürzen und die untersten Blütenreste (außen am Blütenboden) und den Stil vorsichtig schälen.
Alle, wirklich alle!!! Blütenhaare mit einem Teelöffel vorsichtig vom Blütenboden kratzen. Abspülen, um auch die letzten Haare zu entfernen. Je weiter die Artischocke gereift ist, umso dicker und härter werden die Blütenhaare. Im Mund wirken sie wie kleine Nadeln.
Den Boden, inkl. den zarten Blattansätzen und dem Stil, in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden (hochkant). Dann sofort in eine Schüssel mit Zitronenwasser legen. Artischocken werden durch den Sauerstoff stark verfärbt und Zitronensaft stoppt diesen Prozess.

Hülle (als erstes vorbereiten):
In eine kleine Schüssel ein Ei anschlagen. Dann Parmesan hineinreiben, bis eine breiige Konsistenz entsteht. Eine halbe Std. oder länger durchziehen lassen. Guter Parmesan quilt etwas und die Masse wird sämiger.
Eine weitere Schüssel nehmen und ein Ei anschlagen. Etwas Parmesan und reichlich Pfefferrminze hineinrühren. Wenn keine frische Minze vorhanden, dann einen Teebeutel aufreisen und den Inhalt nehmen. Geht tatsächlich gut.

Danach die Artischockenscheiben abtropfen lassen, einen Teil in der Parmesanmischung allseitig "panieren", die anderen in der Pfefferminzmischung einlegen.
Danach in einer Pfanne mit Olivenöl bei mäßiger Hitze etwa 5 - 10 Minuten braten. Wenn die Scheiben beginnen weich zu werden, herausnehmen und servieren.

Warm oder kalt als Vorspeise geniesen.

Zuletzt geändert am: 14.05.2014 um 14:18

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